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    Leseempfehlungen zum Klimaschutz

    Das Internet bietet die Freiheit, sich selbst über alle möglichen Themen frei zu informieren, ohne in die nächste Bücherei fahren zu müssen – was gerade zu den aktuellen Zeiten kaum möglich ist. Durch die Abwicklung vieler alltäglicher Dinge, egal ob Einkauf, Arbeit oder Informationsbeschaffung, über das Internet, trägt die digitale Infrastruktur damit auch selbst zum Klimaschutz bei.


    Das Netz bietet eine unvorstellbare Vielfalt an frei zugänglichen Ressourcen, was eine große Bereicherung darstellt. Genau darin ist allerdings auch gleichzeitig der erhebliche Nachteil zu erkennen: Da jeder Mensch die Möglichkeit hat, eine Internetdomain zu erwerben und eine Internetpräsenz zu betreiben, findet keine Qualitätssicherung statt. Die Folge ist die Verbreitung von schlecht recherchierten Informationen, selektiven Auslassungen oder sogar reinen Erfindungen und Lügen, um eine vordefinierte Ideologie zu verbreiten. Um zwischen verlässlichen und mangelhaften Quellen unterscheiden zu können ist eine grundsätzliche Medienkompetenz von Nöten. Jedoch haben die Verbreiter von falschen Informationen und Nachrichten bereits auf die steigende Medienkompetenz der Bürger reagiert und die Aufmachung ihrer Websites entsprechend angepasst: wo vorher simple Wordpress-Blogs standen, findet man heute erstklassig aufgemachte Internetpräsenzen, die mit gefälschten Zertifikaten und Auszeichnungen werben. Deshalb ist es von großer Bedeutung, den Bürgern Literatur an die Hand zu geben, mit deren Hilfe sie sich umfassend informieren können und deren Zahlen und Erklärungen sie vertrauen können.

    Nachfolgend wurde eine Liste an Websites, Videos, Büchern und Artikeln zusammengestellt, die als besonders verlässlich einzuschätzen sind.

    Websites

    Eine sehr empfehlenswerte Internetseite zum Thema Klimaschutz und Erneuerbare Energien ist:

    www.klimareporter.de

    Auf der Website klimareporter sind die aktuellsten politischen Geschehnisse, wissenschaftlichen Erkenntnisse und wirtschaftlichen Entwicklungen zu den Themen Elektromobilität, Wasserstoff, Folgen des Klimawandels, Solarenergie, Windkraft, Biomasse, Chancen durch Digitalisierung, Erneuerbare-Energien-Gesetz und internationaler Beschlüsse und Ziele im Klimaschutz zu finden. Die Artikel werden dabei grundsätzlich von Experten der Energiewirtschaft, Politik, Internationalen Zusammenarbeit und Mobilität verfasst.

    Klimareporter.de ist damit die ideale Ressource, um sich täglich mit den relevantesten Informationen rund um Themen des Klimaschutzes zu versorgen.

    Eine weitere, sehr interessante Quelle zum Klimaschutz und vor allem der Kommunikation der Fakten zum Thema Klimawandel und Klimafolgen stellt folgende Website dar:

    www.klimafakten.de

    Die Plattform klimafakten.de stellt das grundsätzliche Basiswissen rund um die globale Erwärmung zusammen und erklärt, wie man mit Klimawandelskeptikern und Klimawandelleugnern umgeht, wie man ihre Sophismen erkennt, wie man ihre Behauptungen entlarvt. Die bekanntesten Scheinargumente von Skeptikern werden aufgeführt und in verschiedene Kategorien eingeordnet. Dabei lassen sich Einwände gegen den Klimaschutz prinzipiell in die vier folgenden Rubriken einsortieren: Abweisen von Verantwortung, Bewerben von nicht-transformativen Lösungen, Betonung der Nachteile und Kapitulation.

    Die Arbeitshypothese von klimafakten.de ist einleuchtend und simpel: Es ist nicht das Problem, dass die Menschen bisher zu wenige Informationen zur Verfügung stehen hatten, das Problem ist, dass die Fakten nicht gut genug transportiert wurden. Deswegen stellt die Plattform die Tatsachen in besonders zugänglicher und einfacher Form zur Verfügung. Dadurch will man erreichen, dass ein größerer Teil der Bevölkerung von der Notwendigkeit des Klimaschutzes überzeugt werden kann. Denn nur wenn die gesamte Bevölkerung an einem Strang zieht und sich beteiligt, kann die Erderhitzung begrenzt werden.

    Eine wichtige Ressource, um Daten über den Wandel der Energiewirtschaft und die grüne Revolution zu erhalten, ist:

    www.energy-charts.info

    Auf dieser Website des Fraunhofer-Instituts lassen sich alle aktuellen Daten zur installierten Leistung von Erneuerbaren Energien in Deutschland finden. Es kann die aktuelle Stromproduktion aufgeteilt nach Energieträgern betrachtet und mit anderen Wochen und Monaten verglichen werden. Auch die Emissionen der Kraftwerke und die Ausbauziele zur Klimaneutralität lassen sich betrachten, sodass festgestellt werden kann, wie weit Deutschland aktuell von der Erfüllung der Klimaschutz-Zielvorgaben entfernt ist. Ebenso lassen sich Daten zu den Energiespeichern finden, die für die Speicherung der volatilen Energieträger Solarkraft und Windkraft notwendig sind.

    Ein Vorreiter im Kampf für Erneuerbare Energien und Klimaschutz ist Professor Quaschning, der durch seine Bücher zu Energietechnik und Energiewirtschaft bekannt wurde:

    www.volker-quaschning.de

    Herr Dr. Quaschning stellt auf seiner Website Medien unterschiedlichster Art zusammen: Er betreibt einen YouTube-Kanal, auf dem er Zuschauerfragen beantwortet, veröffentlich jeden Freitag einen Klimaschutz- und Erneuerbare-Energien-Podcast und schreibt Artikel, in denen er mit Mythen und falschen Behauptungen rund um erneuerbare Energien und den Klimawandel aufräumt.

    Videos

    Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bietet eine gute Vorlesungsreihe zum Thema Klimawandel an. Diese ist kostenlos auf YouTube unter folgendem Link abrufbar:

    https://www.youtube.com/watch?v=iKz11y4nRg0&list=PLkndXMhlaup-oTtuo3-te6dH3zLbvV-N9

    In dieser 15 Episoden umfassenden Reihe werden in Vorträgen von jeweils 1,5 Stunden Länge die wichtigsten Themen rund um den Klimaschutz kurzweilig präsentiert:

    Von der Geschichte und den Ursachen des Klimawandels, über die Folgen des Klimawandels bis hin zu den Auswirkungen auf die Energieversorgung und die notwendige Umgestaltung der Wirtschaft.

    Bücher

    Wer sich sowohl für den Klimawandel als auch für die Energiewirtschaft interessiert, dem sei das Buch „Erneuerbare Energien und Klimaschutz“ von Volker Quaschning empfohlen. In diesem Buch erklärt Herr Quaschning zunächst die Ursachen und Folgen des Klimawandels und wie dieser durch die Verwendung erneuerbarer Energien limitiert werden kann. Daraufhin geht Herr Quaschning auf alle verschiedenen Formen der Erneuerbaren Energien ein, erklärt ihr Funktionsprinzip, die Chancen und die Limitierungen. Das Buch ist so geschrieben, dass es auch für Laien gut verständlich ist. ISBN: 3446462937

    Wer tiefer in die Materie der Erneuerbaren Energien einsteigen will und sich mit genauen Wirtschaftlichkeitsberechnungen auseinandersetzen möchte, dem sei ein anderes Buch von Volker Quaschning empfohlen, nämlich der Klassiker „Regenerative Energiesysteme“. Dieses Werk hat sich an vielen deutschen Hochschulen – und auch international – zu einem Standardwerk entwickelt. ISBN: 3446461132

    Wer auch etwas lesen möchte, was nicht von Herrn Quaschning stammt, dem sei „Der Klimawandel – Diagnose, Prognose, Therapie“ von den beiden Physik-Professoren Hans-Joachim Schellnhuber und Stefan Rahmstorf vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung empfohlen. ISBN: 3406743765

    Ausgewählte Artikel und Aufsätze

    In der Studie „Arbeiten nach Corona – Warum Home Office gut fürs Klima ist“ erklären die Autoren des „Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung“, welche Kohlenstoffdioxid-Einsparungen in Deutschland erzielt werden können, wenn ein großer Anteil der Arbeitnehmer, denen Arbeiten von zuhause möglich ist, diese Chance wahrnehmen. Dabei senkt die Zahl an Pkws auf deutschen Straßen nicht nur den CO2-Ausstoß, sondern reduziert auch den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt, die benötigten Parkplatzflächen, sowie die Lärmbelästigung. Ferner kann durch den Einsatz des Home Office die Anzahl der benötigten Arbeitsplätze im Büro reduziert werden, es kommt zu einem geringeren Ansteckungsrisiko, es wird Zeit eingespart, die für das Pendeln notwendig wäre, es lässt sich der Alltag besser mit dem Arbeiten vereinbaren, es wird ein höheres Maß an Flexibilität geschaffen und es kann eine Neuausrichtung der Wirtschaft erfolgen, in deren Zuge weniger Wert auf die Präsenz und mehr Wert auf die abgelieferten Resultate gelegt wird (Stichwort: „outcome-based-leadership“).

    https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/s03091_gp_home_office_studie_08_2020_dt_fly_fin_04.pdf

    Überzeugungskraft besteht nicht alleine im Predigen von Fakten, zur Überzeugungskraft gehören mehr als Zahlen. Um sich in Debatten durchzusetzen, ist es notwendig, rhetorische Mittel einzusetzen und das Publikum emotional mitzunehmen und zu begeistern. Auch müssen rhetorische Fallstricke vermieden werden, die auf das Publikum resignierend und ernüchternd wirken können. Der bewusste Gebrauch von Sprache ist ein wesentliches Merkmal bei der Klimakommunikation. Mit diesem Thema beschäftigt sich „Das Unsicherheits-Handbuch“ des Think Thank Climate Outreach. Es werden auf 20 Seiten 12 Regeln an die Hand gegeben, die man befolgen sollte, um im Klimadiskurs gegen Skeptiker und Leugner die Oberhand zu gewinnen und so die entscheidenden Akteure für Klimaschutz und nachhaltiges Handeln anzuwerben.

    https://climateoutreach.org/download/6892/

    Der Artikel „Kraftwerk Erde“ von Roland Wengenmayr zeigt eindrücklich die Potenziale der verschiedenen Quellen Erneuerbarer Energie auf. Dabei lässt sich erkennen, dass jede Form erneuerbarer Energie in ihrem Ursprung Sonnenenergie ist, da sie aus Solarstrahlung stammt. Es wird auch deutlich, dass die Solarkraft mit 175 000 Terawatt das höchste Leistungspotenzial aufweist. Die Gezeitenkraft hat eine Leistung von 3 Terawatt, die Wasserkraft von 13 Terawatt. Der Gesamt-Energiebedarf der Menschheit liegt bei 16 Terawatt. Das macht ersichtlich, dass Wasserkraft und Gezeitenkraft alleine den Energiehunger der Menschheit nicht stillen können. Genug Potenzial, um einen entscheidenden Beitrag zur klimaneutralen Energiewirtschaft zu leisten, haben ausschließlich die Solarkraft, Biokraftstoffe (die mit Anbaufläche für Nahrung konkurrieren), die Windkraft, die Wellenkraft und die Geothermie. Der Artikel lenkt die Aufmerksamkeit auch auf die Frage: „Wie viel Energie können wir dem Geosystem entnehmen, ohne es nachhaltig zu beeinflussen?“

    https://www.mpg.de/8384410/kraftwerk-erde


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