Rettungswagen soll in VG-Wöllstein stationiert werden


Ab dem 1. Oktober 2026 wird ein Rettungswagen (RTW) dauerhaft in der Verbandsgemeinde Wöllstein stationiert. Damit wird die notfallmedizinische Versorgung in der Verbandsgemeinde und der angrenzenden Region deutlich verbessert. Als kurzfristige Lösung wird der Rettungswagen zunächst im Feuerwehrgerätehaus der Einheit Sutter untergebracht. Hierfür hat die Firma Sutter zusätzliche Sozialräume im Gerätehaus geschaffen und damit die notwendigen Voraussetzungen für die Stationierung des Rettungsmittels ermöglicht.

„Es ist ausdrücklich zu begrüßen, dass mit der geplanten Verlegung eines Rettungswagens nach Gau-Bickelheim ein weiterer wichtiger Schritt zur Optimierung der rettungsdienstlichen Versorgung in unserer Region gegangen werden kann. Gerade für den westlichen Teil unseres Landkreises und die umliegenden Gemeinden ist ein strategisch gut gelegener Rettungswagenstandort von großer Bedeutung. Bei einem medizinischen Notfall zählt jede Minute. Deshalb muss unser Anspruch sein, die gesetzlich vorgegebenen Hilfsfristen möglichst flächendeckend einzuhalten und die Sicherheit der Menschen bestmöglich zu gewährleisten. Der Standort Gau-Bickelheim mit seiner unmittelbaren Anbindung an die A61 und die B 420 bietet dafür sehr gute Voraussetzungen“, betonen Landrat Heiko Sippel und VG-Bürgermeister Johannes Brüchert unisono.

Dass auch bestehende Standorte wie Osthofen bereits zu einer Verbesserung der Zielerreichung beigetragen haben, zeige, wie wichtig eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Rettungsdienstes sei. „Gleichzeitig dürfen wir nicht bei einzelnen Maßnahmen stehen bleiben. Auch die Situation in unserem Landkreis muss kontinuierlich betrachtet und dort nachgesteuert werden, wo noch Verbesserungsbedarf besteht“, so Sippel: „Bei der rettungsdienstlichen Versorgung geht es nicht nur um Zahlen und Statistiken, sondern ganz konkret um die Sicherheit und im Ernstfall um Leib und Leben unserer Bürgerinnen und Bürger. Deshalb begrüße ich es sehr, dass die vorhandenen Daten nun genutzt werden, um die Standorte und Strukturen gezielt weiterzuentwickeln.“

Der neue Standort bedeute eine deutliche Verbesserung der Notfallversorgung der Bevölkerung im Süden des Landkreises. Durch die Stationierung eines Rettungswagens, der an allen Tagen rund um die Uhr einsatzbereit ist, können die Gemeinden im Umfeld jetzt viel schneller erreicht werden.

Bislang wurde das Gebiet der Verbandsgemeinde Wöllstein insbesondere durch Rettungsmittel aus Gensingen und Bad Kreuznach mitversorgt. Die durchschnittlichen Eintreffzeiten lagen in den meisten Ortsgemeinden bei mindestens zehn Minuten, teilweise auch darüber. Durch die Stationierung eines RTW vor Ort kann die Einsatzbereitschaft deutlich näher an die Bevölkerung herangeführt und die Eintreffzeit in vielen Fällen erheblich verkürzt werden.

„Die geplante erste Unterbringung des RTW stellt eine Übergangslösung dar. Perspektivisch soll im Zusammenhang mit dem geplanten Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Wöllstein auch eine Rettungswache errichtet werden. Damit soll die rettungsdienstliche Versorgung dauerhaft und strukturell in der Verbandsgemeinde verankert werden“, informiert Bürgermeister Johannes Brüchert: „Bereits in meiner Zeit als Ortsbürgermeister von Wöllstein habe ich mich persönlich für eine Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung eingesetzt. Dass nun ein Rettungswagen direkt in unserer Verbandsgemeinde stationiert wird, ist ein wichtiger Schritt und ein echter Mehrwert für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger.“

Sein Dank gilt insbesondere der Rettungsdienstbehörde der Kreisverwaltung Mainz-Bingen und Landrat Thomas Barth sowie Landrat Heiko Sippel für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Ebenso dankte Brüchert der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Wöllstein und der Firma Sutter für die schnelle und unkomplizierte Umsetzung der Übergangslösung.

Im Zuge der Neuaufstellung des Rettungsdienstes soll perspektivisch eine zusätzliche Rettungswache im Landkreis Alzey-Worms entstehen. Zusammen mit dem Notarztstandort am Kreiskrankenhaus Alzey sowie den Rettungswachen in Alzey, Wörrstadt und Osthofen wird damit die rettungsdienstliche Struktur in der Region weiter gestärkt.