Bürgermeister Gerd Rocker begrüßte Roland Straub aus Wöllstein als „Sicherheitsberater für Senioren“

    Seit 8 Jahren ist der 70jährige in Wöllstein wohnhaft, zuvor hat er ausschließlich in Mainz gelebt und gewirkt. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Eleonore Kämmerer hat er vor 4 Jahren die ZEITBANK Wöllstein e.V. mitbegründet. Daneben ist er als Vorlesepate der Stiftung Lesen im hiesigen Haus Cura Sana bereits manchen Senioren bekannt. Darüber hinaus ist Herr Straub „Demenz Partner“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft und hat diverse Ausbildungen zum Thema „Zivilcourage“ absolviert.

    Vor kurzem erhielt er vom Mainzer Polizeipräsidenten die Urkunde, die seine Teilnahme an einer zweitägigen Ausbildung bescheinigt und die Grundlage ist für seine Berufung in das Ehrenamt des SfS (so die offizielle Abkürzung). Er betrachtet seine Aufgabe primär als wichtiges Bindeglied zwischen Polizei und älteren Menschen in der VG Wöllstein.

    In steter Kooperation mit dem zuständigen Bezirksbeamten POK Oliver Nöthen von der Polizeiwache Wörrstadt sieht er sich als Multiplikator für Kriminalpräventions-Themen und Ergänzung zwischen polizeilicher und kommunaler Prävention.

    Unter dem Motto „Sicher leben – Schutz vor Kriminalität im Alltag“ bietet er einen Vortrag an, der sich mit Gefahren an Haustür, am Telefon, unterwegs und im Internet beschäftigt – und sich nicht nur an Senioren, sondern auch an deren Umfeld richtet. Sein besonderes Augenmerk möchte er auf die individuellen Lebenssituationen und die Schutzbedürfnisse älterer Menschen in der VG Wöllstein legen. Herr Straub möchte in diesem Kontext auch die Senioren erreichen, die zurückgezogen leben und nicht zu den öffentlichen Infoveranstaltungen kommen können oder wollen. Als SfS, sagt er, muss man Augen und Ohren offenhalten, wenn es um Sicherheitsbelange dieser Zielgruppe geht und Hilfe benötigt wird. Seine Ausbildung befähigt ihn auch, erste Hilfestellungen zu geben und gezielt an zuständige Stellen zu vermitteln.

    Er sieht die Chance zum Dialog mit den Senioren u.a. auch darin, dass hier eine Beratung auf Augenhöhe stattfindet, quasi von Senior zu Senior. Die Realisierung des Präventions-Projektes „Sicherheitsberater für Senioren“ fasst Herr Straub mit den Worten zusammen: „ Mit Auge, Ohr und Wort an den Senioren der VG Wöllstein sein – ohne, dass etwas passiert ist. Denn: wer miteinander redet, lernt sich kennen, aus unbekannt und anonym wird bekannt und vertraut – und das ist der beste Schutz, den man sich vorstellen kann.

    Sein erster Appell lautet deshalb: „ Unsere Polizei ist auf die Mithilfe von Menschen angewiesen. Wir brauchen dazu rechtschaffene, mündige und mutige Bürger, die aktiv an unserem Rechtsstaat teilhaben. Menschen, die richtig handeln, wenn etwas Falsches geschieht. Es ist immer richtig, 110 zu wählen, wenn Ihnen etwas Verdächtiges auffällt.“